Aktuelles

Glatten; 19.03.2020

Liebe Eltern der Brüder-Grimm-Schule,

Heute habe ich Anregungen des Grundschulverbands zum Umgang mit dem Schulausfall erhalten.
Diese möchte ich Ihnen gerne in gekürzter Form zugänglich machen:
Seit dem 16.03.2020 bis zum Ende der Osterferien ist die Brüder-Grimm-Schule geschlossen. Die Sorge, dass der vorgesehene Schulstoff wegen der fehlenden Schulwochen nicht geschafft werden kann, ist groß. Die Lehrer der Brüder-Grimm-Schule haben die Schüler mit Lernmaterialien versorgt. Was aber können Eltern ihren Kindern ansonsten anbieten, wie können sie ihr Kind motivieren zu Hause für die Schule zu arbeiten und wie kann das orgsnisiert werden?
Wo immer es möglich ist, wird die Brüder-Grimm-Schule, werden die Lehrerinnen den Eltern Anregungen und Hinweise geben.
Davon abgesehen ist die Schulschließung auch eine Chance, dass Kinder einmal etwas mehr selbstbestimmt tun können, was ihnen wichtig ist, und nicht immer nur nach Erwachsenen-Wünschen lernen müssen.
Also: Eltern können anregen, vorschlagen, mitmachen, aber sie sollen vor allem die Kinder fragen, was SIE interessiert, was sie wissen unf tun wollen, und dann zu gemeinsmaen Absprachen kommen.

Was kann Eltern darüber hinaus für das Lernen ihres Kindes zu Hause empfohlen werden?
Ideal wäre, wenn sich deas heimische Lernen auf das konzentrieren könnt, was in der Regel zu kurz kommt:

LESEN:

Vorlesen – eigenständiges Lesen – Partnerlesen – gegeseitiges Vorlesen.
Es ist sinnvoll, sich mit dem Kind über das Gelesene auszutauschen

– AUFGABEN UND SPIELE ZUM KOPFRECHNEN:
Plus- und Minusaufgaben im jeweiligen Zahlenraum; Einmaleinsaufgaben => konzentriert jeden Tag 10 – 15 Minuten. Hierbei gibt es auch die Möglichkeit den Geschwistern oder Eltern Aufgaben zu stellen.

– GESELLSCHAFTSPIELE:
Geübt werden Regelverhalten, soziale Fähigkeiten, Problemlöseverhalten, Strategieentwicklung, Ausdauer und Konzentration.
Rollenspiele, sich verkleiden, Theater spielen fördern soziale und sprachliche Fähigkeiten.

  • KNOBELAUFGABEN:
    Stärken das logische Denken, regen zu gemeinsamen Gesprächen über Lösungswege an und machen meist der ganzen Familie Spaß.
  • BAUEN UND KONSTRUIEREN:
    Schult technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen,
    Handgeschicklichkeit, Feinmotorik, Wahrnehmung, Ausdauer und Geduld.
    Zu gelungenen Bauwerken lassen sich gut Bauanleitungen schreiben,
    die per Email weitergeleitet werden können.
  • KREATIVE AUFGABEN:
    Malen, Falten, Kneten, Handrabeiten regen die Beobachtungsfähigkeit an, stärken das Selbstbewusstsein und führen zum ausdauernden Verweilen.
    Ein Lied einstudieren, ein Gedicht lernen, eine szenische Darstellung einüben vermitteln emotionale Erlebnisse. In manchen Elternhäusern bieten sich dabei sicher neue Erfahrungen des Miteinander.
  • AUSFLÜGE IN DIE NATUR:
    Ermöglichen sportliche Aktivitäten, aber auch Beobachtungen in der Natur. Was man nicht kennt, worüber man mehr erfahren möchte, kann fotografiert und zu Hause in Lexika, Sachbüchern oder im Internet recherchiert werden.

Insgesamt kann man sagen:
Es geht nicht um ein Lernen um des Lernens willen, sondern um sinnvolle Aktivitäten für die Kinder,
bei denen sie immer auch etwas lernen können.

Welchen Ablauf braucht das häusliche Leben?
Für Kinder ist eine Rhythmus im Tagesablauf wichtig – auch zu Hause.
Der schulische Rhythmus gehört in die Schule“!
Eine Übertragung in den Familienalltag ist keinesfalls sinnvoll!
Beschäftgigungs- und Lernsituationen unter Aufsicht der Eltern sind intensiver.
Wie Sie diese Situationen gestalten und vor allem wann ist von Familie zu Familie unterschiedlich.

Trotzdem sollte für die Schüler klar sein:
Jetzt sind keine Ferien.
Ich darf nur nicht in die Schule gehen und muss deswegen eben daheim etwas arbeiten.

Eine Kollision mit Wünschen der Kinder in der schulfreien Phase,
mehr Zeit und Gelegenheit für digitale Medien zu bekommen,
ist wahrscheinlich vorprogrammiert.

Vielleicht ermöglicht die Sondersituation den Eltern,
mit ihrem Kind die eine oder andere Medienzeit gemeinsam zu verbringen.
Es gibt im Fernsehen und im Internet, z.B. interessante Filme für Kinder über Natur,
Geografie und das Leben in anderen Ländern und Gesellschaftem.

Die erzwungene Veränderung des Alltags bietet sicher auch Chancen der Veränderung.
Und solange Ihre Familie nicht unter Quarantäne steht,
bewegen Sie sich viel an der frischen Luft.
Achten Sie dabei jedoch bitte darauf, dass es keine Ansammlung von Personen gibt.
Dieses würde dem Ziel das Virus einzuschränken nicht dienen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit
Bei Fragen können Sie mich gerne auch in der Schule anrufen oder mir eine Email schreiben.

Stefanie Berkowitz